Gutachtenformen

  1. Gutachten

    Ein Gutachten ist die nachvollziehbare und nachprüfbare Erledigung der gestellten Aufgabe in Schriftform. Nachvollziehbar ist, wenn ein Laie verstehen kann, wie der Sachverständige seine Ergebnisse erarbeitet hat.

    Nachprüfbar ist es, wenn Inhalt und Ergebnis von einem Fachmann überprüft werden können. Das schriftliche Gutachten ist in der Praxis am häufigsten anzutreffen.

    Eine Anhörung des Sachverständigen vor Gericht ist eine mündliche Form des Gutachtens; durch die gerichtliche Protokollierung erhält diese nun die Schriftform. Zumeist dient diese Anhörung der Erläuterung oder Ergänzung des bereits vorliegenden schriftlichen Gutachtens.



  2. Gutachterliche Stellungnahmen

    Eine gutachterliche Stellungnahme erfolgt normalerweise im Anschluss an ein bereits erstelltes Gutachten (so wie oben genannt die Anhörung). Es ist allerdings auch denkbar, dass bei Feststellungen oder Beurteilungen ganz geringen Umfangs auf ein Gutachten verzichtet und eine gutachterliche Stellungnahme in Briefform erstellt wird.



  3. Gutachterliche Feststellungen

    Die gutachterlichen Feststellungen erfordern die persönliche Inaugenscheinnahme durch den Sachverständigen. Inhalt sind nur festgestellte Sachverhalte, keine Folgerungen.



  4. Gutachterliche Informationen

    Die gutachterliche Information erfolgt meist mündlich. Ein Richter bzw. andere Beteiligte bedienen sich der Sachkunde des Sachverständigen als Grundlage für weitere Entscheidungen.





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